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Finite-Elemente-Methode
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Die Finite-Elemente-Methode (FEM), auch Methode der finiten Elemente und Finite Element Analysen (FEA) genannt, ist ein allgemeines, bei unterschiedlichen physikalischen Aufgabenstellungen angewendetes numerisches Verfahren. Am bekanntesten ist die Anwendung der FEM bei der Festigkeits- und Verformungsuntersuchung von Festkörpern mit geometrisch komplexer Form, weil sich hier der Gebrauch der klassischen Methoden (z. B. die Balkentheorie) als zu aufwÀndig oder nicht möglich erweist. Logisch basiert die FEM auf dem numerischen Lösen eines komplexen Systems aus Differentialgleichungen.
Das Berechnungsgebiet (z. B. der Festkörper) wird in endlich viele Teilgebiete (z. B. Teilkörper) einfacher Form aufgeteilt, z. B. in viele kleine Quader oder Tetraeder. Sie sind die âfiniten Elementeâ. Ihr physikalisches Verhalten kann aufgrund ihrer einfachen Geometrie mit bekannten Ansatzfunktionen gut berechnet werden. Das physikalische Verhalten des Gesamtkörpers wird dadurch nachgebildet, wie diese Elemente auf die KrĂ€fte, Lasten und Randbedingungen reagieren und wie sich Lasten und Reaktionen beim Ăbergang von einem Element ins benachbarte fortpflanzen durch ganz bestimmte problemabhĂ€ngige Stetigkeitsbedingungen, die die Ansatzfunktionen erfĂŒllen mĂŒssen.
Die Ansatzfunktionen enthalten Parameter, die in der Regel eine physikalische Bedeutung besitzen, wie z. B. die Verschiebung eines bestimmten Punkts im Bauteil zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Suche nach der Bewegungsfunktion ist auf diese Weise auf die Suche nach den Werten der Parameter der Funktionen zurĂŒckgefĂŒhrt. Indem immer mehr Parameter (z. B. immer mehr, kleinere Elemente) oder immer höherwertige Ansatzfunktionen benutzt werden, kann die Genauigkeit der NĂ€herungslösung verbessert werden.
Die Entwicklung der FEM war in wesentlichen Etappen nur mittels der Entwicklung leistungsfÀhiger Computer möglich, da sie erhebliche Rechenleistung benötigt. Daher wurde diese Methode von vornherein computergerecht formuliert. Sie brachte einen wesentlichen Fortschritt bei der Behandlung von Berechnungsgebieten beliebiger Form.
Contents
âą EinfĂŒhrung
âą Finit, Infinit
âą Geschichte
âą Anwendung
âą Diskretisierung
âą Element-Ansatz
âą Randbedingungen
âą Programme
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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EinfĂŒhrung
Mit der FEM können Probleme aus verschiedenen physikalischen Disziplinen (statische, dynamische und nichtlinear thermo-physikalische Probleme) berechnet werden, da es sich grundsĂ€tzlich um ein numerisches Verfahren zur Lösung von Differentialgleichungen handelt. ZunĂ€chst wird das Berechnungsgebiet (âBauteilâ) in eine groĂe Anzahl von Elementen unterteilt â ausreichend fein. Diese Elemente sind endlich klein (finit), ihre tatsĂ€chliche GröĂe bleibt jedoch mathematisch relevant â sie sind nicht âunendlich kleinâ (infinit). Das Aufteilen des Gebiets/Bauteils in eine bestimmte Anzahl Elemente finiter GröĂe, die sich mit einer endlichen Zahl von Parametern beschreiben lassen, gab der Methode den Namen âFinite-Elemente-Methodeâ.
FĂŒr diese Elemente gibt es Ansatzfunktionen (z. B. lokale Ritz-AnsĂ€tze je Element), die beschreiben, wie ein Element auf Ă€uĂere EinflĂŒsse und Randbedingungen reagiert. Setzt man diese Ansatzfunktionen fĂŒr alle Elemente in die schwache Formulierung des zu lösenden Differentialgleichungsproblems ein, das die physikalischen Gesetze beschreibt, erhĂ€lt man zusammen mit den Anfangs-, Rand- und Ăbergangsbedingungen ein meist sehr groĂes Gleichungssystem. Es (zumindest nĂ€herungsweise) zu lösen ist die Aufgabe des FE-Gleichungslösers. Die GröĂe des zu lösenden Gleichungssystems hĂ€ngt maĂgeblich von der Anzahl der finiten Elemente ab. Seine Lösung stellt letztlich die numerische Lösung des betrachteten Differentialgleichungsproblems dar.
Finit, Infinit
Mathematisch bleibt die GröĂe jedes Elements relevant und muss auch in seine Berechnung einflieĂen, es ist nur 'finit' klein. Bei 'infinit' kleinen Elementen wĂ€re ihre GröĂe vernachlĂ€ssigbar und wĂŒrde in den Gleichungen nicht mehr berĂŒcksichtigt. DiesbezĂŒglich bleibt die ElementgröĂe also relevant.
Eine âausreichend feineâ Aufteilung des Bauteils in Elemente liegt vor, wenn eine weitere Verfeinerung keinen signifikanten Einfluss auf das Rechenergebnis mehr hat. D. h. das Gesamtergebnis wird diesbezĂŒglich unabhĂ€ngig von der ElementgröĂe, die (aus dieser Sichtweise) dann nicht mehr relevant ist. Hat die ElementgröĂe noch nennenswerten Einfluss auf das Gesamtergebnis, dann gilt i. A. die Vernetzung als nicht fein genug.
Geschichte
Der Einsatz der FEM in der Praxis begann in den 1950er Jahren bei einer Strukturberechnung von FlugzeugflĂŒgeln in der Luft- und Raumfahrtindustrie (Turner, Clough 1956) und sehr bald auch im Fahrzeugbau. Die Methode basiert hier auf den Arbeiten bei der Daimler AG in Stuttgart, die das selbst entwickelte FEM-Programm ESEM (Elastostatik-Element-Methode) einsetzte, lange bevor die computerunterstĂŒtzte Konstruktion (CAD) Anfang der 1980er Jahre ihren Einzug hielt. Der Ausdruck Finite-Elemente-Methode wurde erstmals 1960 von R. W. Clough vorgeschlagen und wird seit den 1970er Jahren ĂŒberall verwendet. Die gĂ€ngigste deutschsprachige Bezeichnung fĂŒr industrielle Anwender ist Berechnungsingenieur.
Die Geschichte der Finite-Elemente-Methode erschlieĂt sich aus den Forschungen und Veröffentlichungen der folgenden Autoren (Auswahl):
⹠Karl Heinrich Schellbach: Variationsrechnung;cite-ref-1[1] Lösung eines MinimalflÀchenproblems (1851/52)
⹠Ernst Gustav Kirsch: Die Fundamentalgleichungen der Theorie der ElastizitÀt fester Körper, hergeleitet aus der Betrachtung eines Systems von Punkten, welche durch elastische Streben verbunden sind (1868)cite-ref-2[2]
âą John William Strutt, 3. Baron Rayleigh (1842â1919): On the theory of resonance. 1870cite-ref-3[3]
âą Walter Ritz (1878â1909): neue Methode zur Lösung von Variationsproblemen,cite-ref-4[4] Ritzâsches Verfahren (1908/09)
âą Boris G. Galerkin (1871â1945): Verfahren der gewichteten Residuen (1915)
âą Erich Trefftz (1926): lokal begrenzte Ansatzfunktionen; GegenstĂŒck zum Ritzâschen Verfahren
âą Hans Ebner (1929): Schubblech als ebenes Element im Flugzeugbau
âą Alexander Hrennikoff (1896â1984): Stabmodelle, Ersetzen von Scheiben durch Fachwerke, Platten durch TrĂ€gerroste 1940/41
âą Richard Courant (1888â1972): Variational methods for the solution of problems of equilibrium and vibration(s). 1943 (Ansatzfunktionen mit lokalem TrĂ€ger, elementweise AnsĂ€tze fĂŒr Schwingungsprobleme)
âą William Prager (1903â1980), John Lighton Synge (1897â1995): Approximation in Elasticity based on the concept of function space. 1947
âą John Argyris (1913â2004): Kraft- und Verschiebungsmethode fĂŒr Stabtragwerke, Matrizenformulierung (1954/55)
âą M. J. Turner, Ray W. Clough, H. C. Martin, L. J. Topp: Stiffness and deflection analysis of complex structures. 1956 (erste Strukturberechnung von FlugzeugflĂŒgeln bei Boeing, erste Anwendung der FEM mit Computerprogramm, erste Anwendung von FlĂ€chenelementen)
âą Ray W. Clough (1920â2016): The finite element method in plane stress analysis. 1960 (wahrscheinlich erste Verwendung des Begriffs Finite Elemente)
âą Spierig (1963): Entwicklung von Dreieckelementen, Ăbertragung auf Schalen
âą Olgierd Cecil Zienkiewicz (1921â2009), Pionier der FEM und erstes Standardwerk (Lehrbuch): The Finite Element Method in Structural and Continuum Mechanics, 1967 (mit Y. K. Cheung)
âą Alfred Zimmer (* 1920) und Peter Groth (* 1938), Pioniere der FEM, erstes deutsches FEM-Lehrbuch: Elementmethode der Elastostatik, 1969 Oldenbourg Verlag MĂŒnchen, Wien
âą Olga Alexandrowna Ladyschenskaja (1922â2004), Ivo BabuĆĄka (1926â2023) und Franco Brezzi (* 1945) â Ladyschenskaja-BabuĆĄka-Brezzi-Bedingung fĂŒr die StabilitĂ€t eines gemischten Finite-Elemente-Problems mit Sattelpunktstruktur
âą Ivo BabuĆĄka (1926â2023) â adaptive Finite-Elemente-Algorithmen
Anwendung
Die erste Anwendung der FEM war die lineare Behandlung von Festkörpern und Strukturen in Form der Verschiebungsmethode, wobei die Bezeichnung âFinite Elementeâ erst spĂ€ter eingefĂŒhrt wurde. Im weiteren Verlauf der Forschung wurde die Finite-Elemente-Methode immer weiter verallgemeinert und kann nunmehr auf viele physikalische Problemstellungen angewendet werden, welche bei verschiedensten technischen Fragestellungen in den Ingenieurwissenschaften oder auch bei Wettervorhersagen auftreten. Dementsprechend findet die Methode insbesondere in den Branchen Bauingenieurwesen, Fahrzeugbau, Maschinenbau, Medizintechnik sowie Luft- und Raumfahrttechnik weitverbreitete Anwendung. Von zentraler Bedeutung ist die Methode in der Produktentwicklung, wobei durch Simulation am Computer viele Prototypen, Messungen und Tests eingespart werden können. Beispielsweise kann durch mechanische Festigkeitsberechnung kompletter Fahrwerks- und Karosseriestrukturen die Zahl an notwendigen Crashtests erheblich reduziert werden.
Vorgehen bei einer mechanischen Berechnung (exemplarisch)
Programme, welche die Finite-Elemente-Methode verwenden, arbeiten nach dem EVA-Prinzip: Der Anwender erstellt in einem CAD-Programm eine (Bauteil-)Geometrie. AnschlieĂend gibt er im sogenannten FE-PrĂ€prozessor weitere Eingaben vor. Ein FEM-Gleichungslöser fĂŒhrt die eigentliche Rechnung durch, und der Benutzer erhĂ€lt die berechneten Ergebnisse, welche er dann im sogenannten FE-Postprozessor in Form grafischer Anzeigen betrachten kann. Oft sind PrĂ€- und Postprozessor in einem Programm kombiniert oder sogar Bestandteil des CAD-Programms.
Eingabe: PrÀprozessor
Im CAD-Programm wird das Bauteil konstruiert und mittels einer Direktschnittstelle oder mit einem neutralen Austauschformat wie STEP in den FE-PrĂ€prozessor ĂŒbertragen. Durch die Anwahl von Netzparametern wie ElementgröĂe und Elementart (z. B. Tetraeder oder Quader im dreidimensionalen Fall) im Vernetzungsmodul des Programms werden mit Hilfe eines Vernetzungsalgorithmus die Finiten-Elemente erzeugt. FĂŒr die mechanische Festigkeitsanalyse ist das Materialverhalten einzugeben, denn je nach Werkstoff ist der Zusammenhang zwischen Spannung und Dehnung unterschiedlich und es ergeben sich verschiedene Verformungen. Im einfachsten Fall, der linearen Isotropie, werden fĂŒr die FE-Berechnung lediglich der ElastizitĂ€tsmodul und die Poissonzahl benötigt. Weitere Randbedingungen sind die einwirkenden Belastungen auf das Bauteil (KrĂ€fte, Druck, Temperatur etc.). SchlieĂlich werden die Auflager des Bauteils sowie ggf. vorgegebene Verschiebungen im Modell eingefĂŒhrt.
Verarbeitung: Gleichungslöser
Je nach Programm kommt nun ein separater (eigenstĂ€ndiges Programm) oder ein integrierter Gleichungslöser zum Einsatz. Er berechnet, wie sich die Lasten, KrĂ€fte und Randbedingungen auf die Einzelelemente des Bauteils auswirken, und wie sich die KrĂ€fte sowie die Auswirkungen im Bauteil fortpflanzen und auf benachbarte Elemente auswirken. Die Rechenzeit hierfĂŒr wird maĂgeblich durch die Anzahl der Finiten Elemente bestimmt, wobei auch die Art der Elemente eine Rolle spielt. Der Aufwand steigt auĂerdem, wenn die Berechnung im Zuge eines iterativen Verfahrens mehrmals durchgefĂŒhrt wird, wie im Falle einer nichtlinearen FE-Analyse.
Ausgabe: Postprozessor
Im Falle der mechanischen Festigkeitsberechnung erhÀlt der Benutzer als Ergebnis des FEM-Gleichungslösers insbesondere Spannungs-, Deformations- und Dehnungswerte. Diese kann der Postprozessor zum Beispiel in einem Falschfarbenbild darstellen. Die Vergleichsspannungswerte werden beispielsweise zum Festigkeitsnachweis eines Bauteils verwendet.
Allgemeine Funktionsweise
Diskretisierung
Die Finite-Elemente-Methode ist ein Diskretisierungsverfahren. Das bedeutet, dass fĂŒr ein unendlichdimensionales Problem eine endlichdimensionale NĂ€herung berechnet wird.
Hierzu wird das Grundgebiet in einfache Teilgebiete, die so genannten finiten Elemente zerlegt (Vernetzung, Vermeshen). Die Bezeichnung âfinitâ hebt den Unterschied zur analytischen Betrachtung auf infinitesimalen Elementen hervor. Die Ecken der finiten Elemente heiĂen Knoten. Diese Knoten bilden die diskrete Untermenge fĂŒr das numerische Verfahren. Auf den Elementen werden endlichdimensionale Approximationen eingefĂŒhrt, welche die unbekannten KnotengröĂen als Parameter enthalten. Die lokalen Approximationen werden dann in die schwache Formulierung des Randwertproblems eingefĂŒhrt. Die dabei entstehenden Elementintegrale werden i. a. mit numerischer Quadratur berechnet. Dabei werden die ApproximationsansĂ€tze âherausintegriertâ, so dass auf den Elementen nach der Integration nur noch die Knotenwerte als Unbekannte verbleiben. Auf diese Weise werden Randwertprobleme fĂŒr lineare partielle Differentialgleichungen in ein lineares Gleichungssystem ĂŒberfĂŒhrt. FĂŒr nichtlineare Differentialgleichungen verlĂ€uft der Algorithmus analog mit dem Unterschied, dass die nichtlinearen AbhĂ€ngigkeiten mit geeigneten Methoden (z. B. Newton-Verfahren) iterativ linearisiert werden und das lineare Gleichungssystem in jedem Teilschritt fĂŒr inkrementelle GröĂen aufgestellt wird.
Bei gewissen Aufgabenstellungen ist die Unterteilung in Elemente durch das Problem bereits weitgehend vorgegeben, zum Beispiel bei rĂ€umlichen Fachwerken, bei denen die einzelnen StĂ€be die Elemente der Konstruktion bilden. Das gilt auch bei Rahmenkonstruktionen, wo die einzelnen Balken oder unterteilte BalkenstĂŒcke die Elemente der Aufgabe darstellen. Bei zweidimensionalen Problemen wird das Grundgebiet in Dreiecke oder Vierecke eingeteilt. Selbst wenn nur geradlinige Elemente verwendet werden, erreicht man mit einer entsprechend feinen Diskretisierung eine recht gute Approximation (AnnĂ€herung) des Grundgebietes. Krummlinige Elemente erhöhen die GĂŒte der AnnĂ€herung. Jedenfalls erlaubt diese Diskretisierung eine flexible und auch dem Problem angepasste Erfassung des Grundgebietes. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass sehr spitze oder ĂŒberstumpfe Winkel an den Element-Eckknoten vermieden werden, um numerische Schwierigkeiten auszuschlieĂen. Dann wird das gegebene Gebiet durch die FlĂ€che der approximierenden Elemente ersetzt. Mit dem Patch-Test kann man spĂ€ter ĂŒberprĂŒfen, ob das gut gelungen ist.
RÀumliche Probleme werden mit einer Unterteilung des dreidimensionalen Gebietes in Tetraederelemente, Quaderelemente oder andere dem Problem angepasste, möglicherweise auch krummflÀchig berandete Elemente, dies sind i. d. R. Serendipity- oder Lagrange-Elemente, bearbeitet.
Die Feinheit der Unterteilung, d. h. die Dichte des Netzes, hat maĂgeblichen Einfluss auf die Genauigkeit der Resultate der NĂ€herungsrechnung. Da gleichzeitig der Rechenaufwand bei der Verwendung feinerer und dichterer Netze steigt, gilt es, möglichst intelligente Vernetzungslösungen zu entwickeln.
Element-Ansatz
In jedem der Elemente wird fĂŒr die gesuchte Funktion, bzw. allgemeiner fĂŒr die das Problem beschreibenden Funktionen, ein problemgerechter Ansatz gewĂ€hlt. Im Besonderen eignen sich dazu ganze rationale Funktionen in den unabhĂ€ngigen Raumkoordinaten. FĂŒr eindimensionale Elemente (StĂ€be, Balken) kommen Polynome ersten, zweiten, dritten und gelegentlich sogar höheren Grades in Frage. Bei zweidimensionalen Problemen finden lineare, quadratische oder höhergradige Polynome Verwendung. Die Art des Ansatzes hĂ€ngt dabei einerseits von der Form des Elementes ab, und andererseits kann auch das zu behandelnde Problem den zu wĂ€hlenden Ansatz beeinflussen. Denn die Ansatzfunktionen mĂŒssen beim Ăbergang von einem Element ins benachbarte ganz bestimmte problemabhĂ€ngige Stetigkeitsbedingungen erfĂŒllen. Die Stetigkeitsanforderungen sind hĂ€ufig aus physikalischen GrĂŒnden offensichtlich und aus mathematischen GrĂŒnden auch erforderlich. Zum Beispiel muss die Verschiebung eines zusammenhĂ€ngenden Körpers in einer Richtung beim Ăbergang von einem Element zum anderen stetig sein, um die KontinuitĂ€t des Materials zu gewĂ€hrleisten. Im Fall der Balken- oder Plattenbiegung sind die Stetigkeitsanforderungen höher, da dort aus analogen physikalischen GrĂŒnden sogar die Stetigkeit der ersten Ableitung bzw. der beiden ersten partiellen Ableitungen gefordert werden muss.
Um nun die Stetigkeitsanforderungen tatsĂ€chlich zu erfĂŒllen, muss der Funktionsverlauf im Element durch Funktionswerte und auch durch Werte von (partiellen) Ableitungen (den Knotenpunktverschiebungen) in bestimmten Punkten des Elementes, den Knotenpunkten, ausgedrĂŒckt werden. Die in den Knotenpunkten benutzten Funktionswerte und Werte von Ableitungen nennt man die Knotenvariablen des Elements. Mit Hilfe dieser Knotenvariablen stellt sich die Ansatzfunktion als Linearkombination von sogenannten Formfunktionen mit den Knotenvariablen als Koeffizienten dar.
Es ist zweckmĂ€Ăig, fĂŒr die Knotenpunktkoordinaten neben einem elementbezogenen lokalen ein globales Koordinatensystem zu verwenden. Beide werden durch Transformationsfunktionen miteinander verknĂŒpft. Werden fĂŒr diese Transformation dieselben Formfunktionen wie fĂŒr den Verformungsansatz benutzt, so sind es isoparametrische Elemente, bei Funktionen niedrigeren bzw. höheren Grades sub- bzw. superparametrische Elemente.
Randbedingungen
| Problemstellung | Dirichlet-Randbedingung/Funktionswert | Neumann-Randbedingung |
|---|---|---|
| statisches Problem | Auflagerbedingung /Verschiebung | Kraft |
| Sickerströmung | Standrohrspiegelhöhe | Quelle oder Senke |
| WĂ€rmeleitung | Temperatur | WĂ€rmestrom bzw. WĂ€rmestromdichte |
| elektrischer Strom | elektrische Spannung | StromstÀrke |
| Elektrostatik | elektrische Spannung | elektrische Ladung |
| Magnetostatik | magnetisches Potenzial | magnetischer Fluss |
Die hĂ€ufigsten Randbedingungen fĂŒr partielle Differentialgleichungen sind Randbedingungen erster Art (Dirichlet-Bedingungen), zweiter Art (Neumann-Bedingungen) und dritter Art (Robin-Bedingungen). Bei Dirichlet-Bedingungen werden am Rand Funktionswerte vorgeschrieben, bei Neumann-Bedingungen Normalableitungen und bei Robin-Bedingungen Linearkombinationen davon.
Je nach Art des physikalischen Problems kann es sich um verschiedene physikalische GröĂen handeln, wie in der Tabelle beispielhaft dargestellt.
Weitere Arten von Randbedingungen sind periodische Randbedingungen, bei denen die Werte an einem Rand als Daten fĂŒr einen anderen Rand genommen werden und so ein periodisch unendlich fortgesetztes Gebiet simuliert wird. FĂŒr rotationssymmetrische Probleme werden sogenannte zyklische Randbedingungen definiert.
Nur bei Dirichlet-Bedingungen ist die Diskretisierung einfach, hier werden in den Knoten auf dem Rand die gegebenen Randwerte einfach ĂŒbernommen. Bei homogenen Neumann-Bedingungen hat man gar nichts zu tun, dies sind sogenannte natĂŒrliche Randbedingungen. Bei inhomogenen Randbedingungen zweiter Art oder Randbedingungen dritter Art hingegen beeinflussen die Randbedingungen die schwachen Formulierungen des Problems!
Grundgleichungen der Verschiebungsmethode
Die Verschiebungsmethode ist die Standardformulierung der Finite-Elemente-Methode, bei der die Verschiebungen die primĂ€ren Unbekannten sind, die die Translation, Rotation und Verformung eines Festkörpers beschreiben. Die Verschiebungsmethode ist in allen gĂ€ngigen Finite-Elemente-Programmen verfĂŒgbar, mit denen Probleme der Festkörpermechanik berechnet werden können. FĂŒr die Lösung von Festkörper-Problemen liegen mehrere Grundgleichungen vor.
Prinzip von d'Alembert in der Lagrangeschen Fassung
Eine der Verschiebungsmethode zugrunde liegende Gleichung, mit der allgemeine Probleme der Festkörpermechanik behandelt werden können, ist das Prinzip von dâAlembert, wie es die Kontinuumsmechanik in der Lagrangeschen Beschreibung formuliert. Mit diesem Prinzip können sowohl lineare Probleme, wie die Frage nach Eigenschwingungen, als auch hoch nichtlineare Probleme, wie Crashtests, analysiert werden. Hier wird die Methode der gewichteten Residuen nach Galerkin, auch Galerkin-Methode oder Galerkin-Ansatz genannt, verwendet.
Prinzip vom Minimum der potenziellen Energie
In konservativen Systemen können bei einem statischen Problem die Knotenpunktverschiebungen aus der Bedingung ermittelt werden, dass im gesuchten Gleichgewichtszustand die potenzielle Energie ein Minimum hat. Mit dem Prinzip vom Minimum der potenziellen Energie können die Steifigkeitsgleichungen finiter Elemente direkt bestimmt werden. Die potenzielle Energie einer Konstruktion ist die Summe aus der inneren Verzerrungsenergie (der elastischen FormĂ€nderungsenergie) und dem Potenzial der aufgebrachten Lasten (der von Ă€uĂeren KrĂ€ften geleisteten Arbeit).
BogenlÀngenverfahren (arc-length method)
Das BogenlĂ€ngenverfahren ist eine Methode, bei der man kraftgesteuert bis ĂŒber das Maximum der Traglast hinaus rechnen kann. Die Notwendigkeit von kraftgesteuerten Methoden liegt darin, dass man im Gegensatz zu verschiebungsgesteuerten Methoden mehrere Lasten direkt proportional steigern kann. Beim BogenlĂ€ngenverfahren wird die Last wie vorgegeben gesteigert; wĂŒrde diese Belastungssteigerung zu einer zu groĂen Deformation fĂŒhren, so wird die Last mit einem Faktor kleiner als 1 multipliziert, nach Erreichen der Traglast sogar mit negativen Werten.
Stochastische Finite-Elemente-Methode
Bei der Variante der stochastischen Finiten-Elemente-Methode (SFEM) werden EingangsgröĂen des Modells, welche mit einer Unsicherheit behaftet sind, zum Beispiel Materialfestigkeiten oder Belastungen, durch stochastische GröĂen modelliert. Dies kann mithilfe gewöhnlicher Zufallsvariablen erreicht werden. Oft werden auch Zufallsfelder verwendet, wobei es sich um zufĂ€llig variierende, stetige mathematische Funktionen handelt. Eine gelĂ€ufige Berechnungsmethode ist dabei die Monte-Carlo-Simulation. Dabei wird die FE-Berechnung fĂŒr viele zufĂ€llige Realisierungen (samples) der EingangsgröĂen wiederholt, bis man einen gewissen, im Vorfeld definierten, stochastischen Fehler unterschreitet. AnschlieĂend werden aus allen Ergebnissen die Momente, also Mittelwert und Varianz, berechnet. Je nach Streuung der EingangsgröĂen sind oftmals sehr viele Wiederholungen der FE-Berechnung nötig, was viel Rechenzeit in Anspruch nehmen kann.cite-ref-5[5]
Implizite und explizite FE-Löser
Strukturmechanische FEM-Systeme werden durch lineare Gleichungssysteme 2. Ordnung dargestellt:
M u š š ( t ) + D u Ë Ë ( t ) + K u ( t ) = P ( t ) {\displaystyle M{\ddot {u}}(t)+D{\dot {u}}(t)+Ku(t)=P(t)}
M , D {\displaystyle M,D} und K {\displaystyle K} sind Massen-, DÀmpfungs- und Steifigkeitsmatrix des Systems; P ( t ) {\displaystyle P(t)} ist der Vektor der externen KrÀfte, die auf das Modell wirken. u {\displaystyle u} ist der Vektor der Freiheitsgrade.
Oft bestehen komplexe Bauteilmodelle aus mehreren Millionen Knoten, und jeder Knoten kann bis zu 6 Freiheitsgrade besitzen. Somit mĂŒssen FEM-Solver (Gleichungssystemlöser) gewisse Anforderungen in Bezug auf effektives Speichermanagement und ggf. Nutzung mehrerer CPUs erfĂŒllen. Es gibt zwei grundsĂ€tzlich verschiedene Arten von FEM-Solvern: implizite und explizite.
Implizite FEM-Solver gehen von bestimmten Annahmen aus, unter denen der berechnete Lösungsvektor u {\displaystyle u} gĂŒltig ist. Wirkt z. B. eine zeitlich unverĂ€nderliche Last P ( t ) = P = const . {\displaystyle P(t)=P={\text{const}}.} auf ein System mit DĂ€mpfung, dann wird sich nach ausreichend langer Zeit auch ein konstanter Verschiebungsvektor u ( t ) = u = const . {\displaystyle u(t)=u={\text{const}}.} einstellen. FĂŒr t â â â â {\displaystyle t\to \infty } ist dann u š š ( t ) = u Ë Ë ( t ) = 0 {\displaystyle {\ddot {u}}(t)={\dot {u}}(t)=0} , und das Gleichungssystem vereinfacht sich zu K u = P {\displaystyle Ku=P} mit der Lösung u = K â â 1 P {\displaystyle u=K^{-1}P}
FĂŒr einen gegebenen Lastvektor P {\displaystyle P} kann der Verschiebungsvektor u {\displaystyle u} mit Hilfe des GauĂ-Algorithmus oder durch QR-Zerlegung von K {\displaystyle K} berechnet werden.
Ist ein mechanisches System einer harmonischen Anregung P ( t ) = P ^ ^ sin ⥠⥠( Ω Ω t ) {\displaystyle P(t)={\hat {P}}\sin(\Omega t)} ausgesetzt, dann kann es erforderlich sein, die Eigenfrequenzen des Systems zu ermitteln, um Resonanzen im Betrieb zu vermeiden.
Eigenfrequenzen sind alle Frequenzen Ï Ï i {\displaystyle \omega _{i}} , fĂŒr die ein Verschiebungsvektor u ( t ) = u ^ ^ i sin ⥠⥠( Ï Ï i t ) {\displaystyle u(t)={\hat {u}}_{i}\sin(\omega _{i}t)} eine Lösung des unbelasteten ( P ( t ) = 0 {\displaystyle P(t)=0} ) und ungedĂ€mpften ( D = 0 {\displaystyle D=0} ) Gleichungssystems darstellt. FĂŒr den Geschwindigkeits- und Beschleunigungsvektor gilt dann
u Ë Ë i = u ^ ^ i Ï Ï i cos ⥠⥠( Ï Ï i t ) , u š š i = â â u ^ ^ i Ï Ï i 2 sin ⥠⥠( Ï Ï i t ) {\displaystyle {\dot {u}}_{i}={\hat {u}}_{i}\ \omega _{i}\cos(\omega _{i}t),\ {\ddot {u}}_{i}=-{\hat {u}}_{i}\omega _{i}^{2}\sin(\omega _{i}t)}
und das Gleichungssystem lautet damit
( â â M Ï Ï i 2 + K ) u ^ ^ i sin ⥠⥠( Ï Ï i t ) = 0 {\displaystyle (-M\omega _{i}^{2}+K){\hat {u}}_{i}\sin(\omega _{i}t)=0}
Um die Eigenfrequenzen Ï Ï i {\displaystyle \omega _{i}} und die dazugehörigen Eigenformen u ^ ^ i {\displaystyle {\hat {u}}_{i}} zu berechnen, muss der implizite Solver also das Eigenwertproblem
â â M Ï Ï i 2 + K = 0 {\displaystyle -M\omega _{i}^{2}+K=0}
lösen.
Explizite FEM-Solver
Explizite Solver berechnen die Verschiebungsvektoren u i {\displaystyle u_{i}} zu bestimmten diskreten Zeitpunkten t i {\displaystyle t_{i}} innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalls. Knotengeschwindigkeiten und -beschleunigungen werden durch Differenzenquotienten aus den Verschiebungen u i + 1 , u i , u i â â 1 {\displaystyle u_{i+1},u_{i},u_{i-1}} zu aufeinanderfolgenden Zeitpunkten t i + 1 , t i , t i â â 1 {\displaystyle t_{i+1},t_{i},t_{i-1}} angenĂ€hert. Mit konstanter Zeitschrittweite t i + 1 â â t i = Î Î t {\displaystyle t_{i+1}-t_{i}=\Delta \ t} gilt
u Ë Ë = u i â â u i â â 1 Î Î t {\displaystyle {\dot {u}}={\frac {u_{i}-u_{i-1}}{\Delta \ t}}}
u š š = u i + 1 â â u i Î Î t â â u i â â u i â â 1 Î Î t Î Î t = u i + 1 â â 2 u i + u i â â 1 ( Î Î t ) 2 {\displaystyle {\ddot {u}}={\frac {{\frac {u_{i+1}-u_{i}}{\Delta \ t}}-{\frac {u_{i}-u_{i-1}}{\Delta \ t}}}{\Delta \ t}}={\frac {u_{i+1}-2u_{i}+u_{i-1}}{(\Delta t)^{2}}}}
hat das diskretisierte Gleichungssystem die Form
M u i + 1 â â 2 u i + u i â â 1 ( Î Î t ) 2 + D u i â â u i â â 1 Î Î t + K u i = P i {\displaystyle M{\frac {u_{i+1}-2u_{i}+u_{i-1}}{(\Delta t)^{2}}}+D{\frac {u_{i}-u_{i-1}}{\Delta \ t}}+Ku_{i}=P_{i}}
Durch Auflösen dieser Gleichung erhĂ€lt man eine Beziehung, mit der der Verschiebungsvektor u i + 1 {\displaystyle u_{i+1}} aus den vorher berechneten Vektoren u i {\displaystyle u_{i}} und u i â â 1 {\displaystyle u_{i-1}} ermittelt werden kann:
u i + 1 = M â â 1 ( ( Î Î t ) 2 ( P i â â K u i ) â â D Î Î t ( u i â â u i â â 1 ) ) + 2 u i â â u i â â 1 {\displaystyle u_{i+1}=M^{-1}((\Delta t)^{2}(P_{i}-Ku_{i})-D\Delta \ t(u_{i}-u_{i-1}))+2u_{i}-u_{i-1}}
Die Berechnung der Inversen M â â 1 {\displaystyle M^{-1}} wird in der Praxis nicht durchgefĂŒhrt, da explizite Solver in der Regel M {\displaystyle M} als Diagonalmatrix annehmen und daher jede Zeile des Gleichungssystems nur durch den Diagonaleintrag in der entsprechenden Zeile von M {\displaystyle M} geteilt werden muss.
Explizite Solver werden u. a. im Fahrzeugbau fĂŒr die Berechnung von Crash-LastfĂ€llen verwendet.
Der Vorteil direkter Gleichungslöser nach dem GauĂ-Verfahren liegt fĂŒr die praktische Anwendung in der numerischen StabilitĂ€t und dem Erhalt eines exakten Ergebnisses. Nachteilig sind die schlechte Konditionierung der ĂŒblicherweise dĂŒnn besetzten Steifigkeitsmatrizen und der hohe Speicherbedarf, wie oben erwĂ€hnt. Iterative Gleichungslöser sind unempfindlicher bei schlechter Konditionierung und benötigen weniger Speicher, wenn die Nicht-Null-Elemente-Speicherung verwendet wird. Allerdings verwenden iterative Solver ein Abbruchkriterium fĂŒr die Berechnung der Ergebnisse. Wenn dieses erreicht wird, bevor eine annĂ€hernd exakte Lösung gefunden wurde, kann das Ergebnis, beispielsweise ein Spannungsverlauf, leicht fehlinterpretiert werden.
In manchen Implementierungen werden fĂŒr die hĂ€ufig auftretenden dĂŒnn besetzten Matrizen lediglich die Positionen und Werte der EintrĂ€ge, die von Null abweichen, gespeichert. Damit kann man die Gleichungssysteme weiterhin direkt lösen, spart aber erheblich Speicherplatz.
Isogeometrische Analyse
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Hauptartikel
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Isogeometrische Analysis
Damit bei einer (kleineren) Ănderung der (CAD-)Bauteil-Geometrie nicht aufwendig neu in finite Elemente unterteilt werden muss, können manche Programme ein bereits vorhandenes FE-Netz einer (sehr Ă€hnlichen, neuen) CAD-Geometrie anpassen, was meist deutlich weniger Rechenzeit benötigt.
Programme
Finite-Elemente-Software und ihre Anwendung ist mittlerweile eine Industrie mit mehreren Milliarden US-Dollar Jahresumsatz.cite-ref-6[6]
Kommerzielle FEA-Software umfasst Abaqus, Altair Hyperworks, Ansys Mechanical, Comsol Multiphysics, Femap, SDC Verifier, Simcenter 3D, die Desktop-Anwendungen sind. Es gibt auch webbasierte Finite-Elemente-Analyse-Plattformen auf dem Markt, wie Simscale und SkyCiv. Open-Source-FEA-Software wie Calculix, Code-Aster, Elmer, FEniCS, FreeFEM, Salome, Z88 sind in Bildung und Forschung weit verbreitet.
âą In der Praxis sind viele verschiedene Standalone-GroĂprogramme mit Ă€hnlichem Anwendungsspektrum im Einsatz; die Auswahl, welches Programm zum Einsatz kommt, ist nicht nur von der Verwendung, sondern auch von Faktoren wie VerfĂŒgbarkeit, Zertifizierungsstandard im Unternehmen oder Lizenzkosten abhĂ€ngig.
âą Mit den in kommerziellen CAD-Systemen integrierten Finite-Elemente-Paketen können einfachere (i. d. R. lineare) Problemstellungen berechnet und mithilfe des CAD-Systems anschlieĂend direkt ausgewertet werden. Die einzelnen Schritte, z. B. der Vernetzungs-Prozess (meshing) laufen automatisch im Hintergrund ab.
âą Da mitunter sehr viel Rechenleistung nötig ist, um die Berechnung durchzufĂŒhren, stellen die ersten Unternehmen ihren Nutzern Rechenleistung in Form von Cloud-Diensten zur VerfĂŒgung.
⹠Es gibt PrÀ-/Postprozessoren mit graphischer OberflÀche und getrennten FE-Lösern.
⹠Es gibt Programmframeworks ohne graphische OberflÀche, meist als PrÀprozessor mit integriertem Gleichungslöser, die per Programmiersprache bedient werden, um beispielsweise mit selbst angefertigten Zusatzroutinen den FE-Solver zu steuern.
Der mathematische Zugang zur Finite-Elemente-Methode
Die schwache Formulierung einer Randwertaufgabe und das Galerkin-Verfahren
Betrachtet wird eine elliptische Randwertaufgabe zweiter Ordnung, als Beispiel die erste Randwertaufgabe fĂŒr eine Poisson-Gleichung in einem zweidimensionalen Gebiet Ω Ω {\displaystyle \Omega } mit Rand â â Ω Ω {\displaystyle \partial \Omega } :
â â âł âł u + c u = f in Ω Ω , u = 0 auf â â Ω Ω = Î Î . {\displaystyle -\triangle u+cu=f\quad {\text{in}}\,\,\Omega ,\,\,u=0\,\,{\text{auf}}\,\,\partial \Omega =\Gamma .}
Besitzt Ω Ω {\displaystyle \Omega } Ecken, so sagt die Lösungstheorie elliptischer Gleichungen entgegen der Erwartung, dass dieses Problem gar keine zweimal differenzierbare Lösung besitzt! Deshalb ist die Nutzung einer schwachen Formulierung wichtig, extrem wichtig auch hinsichtlich von NĂ€herungsverfahren zur Berechnung von Lösungen wie der Finiten-Element-Methode (FEM), die nur stetige, aber keine differenzierbaren Ansatzfunktionen nutzen (nur fĂŒr Probleme höherer, z. B. vierter Ordnung, werden hin und wieder differenzierbare Ansatzfunktionen verwendet).
Zur Herleitung der schwachen Formulierung multipliziert man die gegebene Gleichung mit einer Funktion v {\displaystyle v} , integriert ĂŒber Ω Ω {\displaystyle \Omega } und beseitigt dann die zweiten Ableitungen durch partielle Integration (bzw. der Anwendung eines Integralsatzes). Das ergibt
⫠⫠Ω Ω â â u â â v â â â« â« Î Î â â u â â n v + ⫠⫠Ω Ω c u v = ⫠⫠Ω Ω f v . {\displaystyle \int _{\Omega }\nabla u\nabla v-\int _{\Gamma }{\frac {\partial u}{\partial n}}v+\int _{\Omega }cuv=\int _{\Omega }fv.}
Nun muss man sich fragen, fĂŒr welche u , v {\displaystyle u,v} diese Gleichung Sinn macht. Wichtig ist offenbar, dass u {\displaystyle u} und v {\displaystyle v} und deren Ableitungen quadratisch integrierbar sind, denn dann existieren alle vorkommenden Integrale. PrĂ€zise sagt man: u {\displaystyle u} und v {\displaystyle v} seien aus dem Sobolev-Raum H 1 ( Ω Ω ) {\displaystyle H^{1}(\Omega )} . Die Menge der Funktionen aus dem H 1 ( Ω Ω ) {\displaystyle H^{1}(\Omega )} , die zudem auf dem Rand von Ω Ω {\displaystyle \Omega } gleich Null sind, nennt man H 0 1 ( Ω Ω ) {\displaystyle H_{0}^{1}(\Omega )} .
Damit ergibt sich folgende schwache Formulierung: u â â H 0 1 ( Ω Ω ) {\displaystyle u\in H_{0}^{1}(\Omega )} genĂŒgt
⫠⫠Ω Ω â â u â â v + ⫠⫠Ω Ω c u v = ⫠⫠Ω Ω f v â â v â â H 0 1 ( Ω Ω ) . {\displaystyle \int _{\Omega }\nabla u\nabla v+\int _{\Omega }cuv=\int _{\Omega }fv\quad \forall v\in H_{0}^{1}(\Omega ).}
Solch eine Gleichung nennt man auch Variationsgleichung. Fundamental ist, dass sich bei anderen Randbedingungen die schwache Formulierung Ă€ndert. Hat man etwa die Randbedingung 2. Art â â u â â n = 0 {\displaystyle {\frac {\partial u}{\partial n}}=0} auf Î Î {\displaystyle \Gamma } , so entsteht mit u â â H 1 ( Ω Ω ) {\displaystyle u\in H^{1}(\Omega )} die schwache Formulierung
⫠⫠Ω Ω â â u â â v + ⫠⫠Ω Ω c u v = ⫠⫠Ω Ω f v â â v â â H 1 ( Ω Ω ) . {\displaystyle \int _{\Omega }\nabla u\nabla v+\int _{\Omega }cuv=\int _{\Omega }fv\quad \forall v\in H^{1}(\Omega ).}
Ist aber die Randbedingung 3. Art â â u â â n + p u = 0 {\displaystyle {\frac {\partial u}{\partial n}}+pu=0} gegeben, so bleibt es bei u â â H 1 ( Ω Ω ) {\displaystyle u\in H^{1}(\Omega )} , aber es entsteht
⫠⫠Ω Ω â â u â â v + â« â« Î Î p u v + ⫠⫠Ω Ω c u v = ⫠⫠Ω Ω f v â â v â â H 1 ( Ω Ω ) . {\displaystyle \int _{\Omega }\nabla u\nabla v+\int _{\Gamma }puv+\int _{\Omega }cuv=\int _{\Omega }fv\quad \forall v\in H^{1}(\Omega ).}
Das bedeutet spĂ€ter fĂŒr die Finite-Elemente-Methode: Randbedingungen 1. Art sind unmittelbar zu berĂŒcksichtigen, Randbedingungen 2. oder 3. Art sind natĂŒrliche Randbedingungen und werden ĂŒber die adĂ€quate schwache Formulierung indirekt eingebaut.
Jede dieser drei schwachen Formulierungen bzw. Variationsgleichungen besitzt folgende allgemeine Form: Gesucht ist u â â V {\displaystyle u\in V} , einem Teilraum vom Raum H 1 ( Ω Ω ) {\displaystyle H^{1}(\Omega )} mit
a ( u , v ) = ( f , v ) {\displaystyle a(u,v)=(f,v)} fĂŒr alle v â â V {\displaystyle v\in V} .
Hierbei ist ( f , v ) = ⫠⫠Ω Ω f v {\displaystyle (f,v)=\int _{\Omega }fv} eine Linearform, a ( â
â
, â
â
) {\displaystyle a(\cdot ,\cdot )} nennt man Bilinearform.
Da Randwertaufgaben fĂŒr partielle Differentialgleichungen nur in SpezialfĂ€llen exakt lösbar sind, sucht man nun NĂ€herungsverfahren. Ein wichtiges solches Verfahren ist das Galerkin-Verfahren fĂŒr Variationsgleichungen.
Dazu wĂ€hlt man einen endlichdimensionalen Teilraum V h â â V {\displaystyle V_{h}\subset V} von V {\displaystyle V} und nennt u h â â V h {\displaystyle u_{h}\in V_{h}} Galerkin-NĂ€herung, wenn gilt
a ( u h , v h ) = ( f , v h ) {\displaystyle a(u_{h},v_{h})=(f,v_{h})} fĂŒr alle v h â â V h {\displaystyle v_{h}\in V_{h}} .
Dies ist Ă€quivalent zu einem linearen Gleichungssystem mit endlich vielen Unbekannten, und damit ist die NĂ€herungslösung u h {\displaystyle u_{h}} berechenbar. Dies sieht man folgendermaĂen: Ein linearer endlichdimensionaler Raum besitzt eine endliche Basis, diese Basis von V h {\displaystyle V_{h}} sei Ï Ï i {\displaystyle \phi _{i}} fĂŒr i = 1 , ⯠⯠, N {\displaystyle i=1,\cdots ,N} . Dann gibt es Konstanten c j {\displaystyle c_{j}} mit
u h = â â j = 1 N c j Ï Ï j . {\displaystyle u_{h}=\sum _{j=1}^{N}c_{j}\phi _{j}\,\,.}
Setzt man dies in die Diskretisierung ein sowie v h := Ï Ï i {\displaystyle v_{h}:=\phi _{i}} fĂŒr i = 1 , ⯠⯠, N {\displaystyle i=1,\cdots ,N} , so erhĂ€lt man das lineare Gleichungssystem
â â j = 1 N a ( Ï Ï j , Ï Ï i ) c j = ( f , Ï Ï i ) {\displaystyle \sum _{j=1}^{N}a(\phi _{j},\phi _{i})c_{j}=(f,\phi _{i})} fĂŒr i = 1 , ⯠⯠, N {\displaystyle i=1,\cdots ,N}
zur Berechnung der unbekannten Koefficienten c j {\displaystyle c_{j}} der NĂ€herungslösung. Aus den gegebenen Daten und den gewĂ€hlten Basisfunktionen des endlichdimensionalen Raumes sind die Elemente der Koeffizientenmatrix und die ârechteâ Seite des Gleichungssystems berechenbar, gegebenenfalls durch numerische Berechnung der auftretenden Integrale. Im Fall einer symmetrischen Bilinearform ist die Koeffizientenmatrix symmetrisch. Unter gewissen Voraussetzungen an die Bilinearform besitzen sowohl das Variationsproblem als auch das diskrete Problem (das erzeugte Gleichungssystem) eine eindeutige Lösung.
Hingewiesen sei noch darauf, dass im Fall einer symmetrischen Bilinearform man das Variationsproblem
min v â â V [ 1 2 a ( v , v ) â â ( f , v ) ] {\displaystyle \min _{v\in V}\left[{\frac {1}{2}}a(v,v)-(f,v)\right]}
mit dem Ritz-Verfahren
min v h â â V h [ 1 2 a ( v , v ) â â ( f , v ) ] {\displaystyle \min _{v_{h}\in V_{h}}\left[{\frac {1}{2}}a(v,v)-(f,v)\right]}
nĂ€herungsweise lösen kann, die notwendige OptimalitĂ€tsbedingung fĂŒr dieses Optimierungsproblem aber wieder zu der Galerkin-Formulierung u h â â V h {\displaystyle u_{h}\in V_{h}} mit
a ( u h , v h ) = ( f , v h ) {\displaystyle a(u_{h},v_{h})=(f,v_{h})} fĂŒr alle v h â â V h {\displaystyle v_{h}\in V_{h}}
fĂŒhrt. WĂ€hrend im symmetrischen Fall also egal ist, ob man mit dem Ritz- oder dem Galerkin-Verfahren diskretisiert, steht im nichsymmetrischen Fall nur der Galerkin-Zugang zur VerfĂŒgung.
Entscheidend fĂŒr die Realisierung einer Galerkin-Diskretisierung (oder auch Ritz) ist die Wahl des endlichdimensionalen Teilraumes V h {\displaystyle V_{h}} von V {\displaystyle V} . Bei der spektralen Galerkin-Methode wĂ€hlt man Polynome und speziell orthogonale Polynome als Basisfunktionen. Bei der Finite-Elemente Methode sind die Basisfunktionen Splines, d. h., stĂŒckweise polynomiale Funktionen. Da man die finiten Elemente lokal definiert, muss man sorgfĂ€ltig darauf achten, ob der sich global ergebene Finite-Elemente-Raum V h {\displaystyle V_{h}} die Eigenschaft V h â â V {\displaystyle V_{h}\subset V} besitzt. Wenn ja, so heiĂt die resultierende Finite-Elemente-Methode konform.
Finite Elemente und Finite-Elemente-RĂ€ume
Ausgangspunkt ist die Zerlegung des Grundgebietes Ω Ω {\displaystyle \Omega } in endlich viele einfache Teilgebiete. Das sind im zweidimensionalen Fall Dreiecke und Vierecke, im dreidimensionalen Tetraeder und Parallelepipede. Der Einfachheit halber sei hier Ω Ω {\displaystyle \Omega } zweidimensional und ein polygonales Gebiet. Zerlegt wird in Dreiecke.
Ein Dreieck bzw. Element der Zerlegung sei K i {\displaystyle K_{i}} , einschlieĂlich des Randes K ÂŻ ÂŻ i {\displaystyle {\overline {K}}_{i}} . Die Zerlegung sei grundsĂ€tzlich zulĂ€ssig, d. h., fĂŒr i â j {\displaystyle i\not =j} sei K ÂŻ ÂŻ i â© â© K ÂŻ ÂŻ j {\displaystyle {\overline {K}}_{i}\cap {\overline {K}}_{j}} leer oder ein Eckpunkt (Knoten) oder eine gemeinsame Kante der beiden Dreiecke. Ausgeschlossen wird also bei zwei benachbarten Dreiecken, dass eine Ecke eines Dreiecks auf einer Kante des Nachbardreiecks liegt, aber keine Ecke desselben ist.
Ein finites Element besteht nun aus einem Dreieck K {\displaystyle K} , einer linearen Menge P {\displaystyle P} von Polynomen auf K {\displaystyle K} und einer Menge von Vorgaben (oder linearen Funktionalen), die ein Polynom aus P {\displaystyle P} eindeutig festlegen. Die Anzahl dieser Vorgaben ist also gleich der Dimension von P {\displaystyle P} . Diese Vorgaben sind oft Werte in Punkten von K ÂŻ ÂŻ {\displaystyle {\overline {K}}} (nicht nur in den Knoten bzw. Eckpunkten), aber auch Integrale ĂŒber Kanten von K {\displaystyle K} oder Integrale ĂŒber K {\displaystyle K} . Sind nur Funktionswerte vorgegeben, spricht man von Lagrange-Elementen. Strebt man (fĂŒr Probleme vierter Ordnung) global stetig differenzierbare Elemente an, sind Vorgaben auch Werte von Ableitungen in gewissen Punkten. Solche Elemente heiĂen Hermite-Elemente.
Da ein finites Element also zunĂ€chst nur lokal definiert ist, erhĂ€lt man ein Element des Finiten-Elemente-Raumes V h {\displaystyle V_{h}} nun einfach durch stĂŒckweises Zusammensetzen. FĂŒr die Galerkin-Diskretisierung von Randwertaufgaben zweiter Ordnung ist nun extrem wichtig, wann H 1 {\displaystyle H^{1}} -KonformitĂ€t vorliegt. Zentral ist folgende Aussage:
Ist v h â â V h {\displaystyle v_{h}\in V_{h}} stĂŒckweise polynomial und global stetig, so gilt v h â â H 1 ( Ω Ω ) {\displaystyle v_{h}\in H^{1}(\Omega )} .
Das bedeutet also, dass man bei der zunĂ€chst lokalen Konstruktion nur einen stetigen Ăbergang von Element zu Element sichern muss, die Vorgaben sind dahingehend zu ĂŒberprĂŒfen. Benötigt man v h â â H 0 1 ( Ω Ω ) {\displaystyle v_{h}\in H_{0}^{1}(\Omega )} , so ist zusĂ€tzlich dafĂŒr zu sorgen, dass v h {\displaystyle v_{h}} auf dem Rand des Gebietes gleich Null ist. Bei Randbedingungen 2. oder 3. Art ist die korrekte schwache Formulierung fĂŒr das Einarbeiten der Randbedingungen zustĂ€ndig.
Ein grundlegendes Beispiel sind zwei Elemente, fĂŒr die K {\displaystyle K} ein Dreieck ist und P {\displaystyle P} die Menge aller Polynome ersten Grades auf K {\displaystyle K} , also die Menge aller Funktionen der Form α α x + ÎČ ÎČ y + Îł Îł {\displaystyle \alpha x+\beta y+\gamma } . Die Werte in drei nicht auf einer Geraden liegenden Punkte bestimmen eine Funktion aus P {\displaystyle P} eindeutig. WĂ€hlt man die drei Funktionswerte in den Ecken, so erhĂ€lt man globale Stetigkeit, denn die Werte in den zwei Ecken einer Kante definieren eine lineare Funktion einer Variablen eindeutig. WĂ€hlt man jedoch die drei Funktionswerte in den Seitenmitten, so erhĂ€lt man ein unstetiges Element. Das erste beschriebene Element heiĂt konformes P 1 {\displaystyle P_{1}} -Element, das zweite ist das nichtkonforme P 1 {\displaystyle P_{1}} -Element.
Es sei nun P {\displaystyle P} die Menge aller Polynome vom Grad k {\displaystyle k} . Die Dimension von P {\displaystyle P} ist ( k + 2 ) ( k + 1 ) / 2 {\displaystyle (k+2)(k+1)/2} . Man benötigt also Werte in ( k + 2 ) ( k + 1 ) / 2 {\displaystyle (k+2)(k+1)/2} Punkten, um das konforme P k {\displaystyle P_{k}} -Element definieren. Dazu und fĂŒr die Beschreibung von lokalen Basisfunktionen von P k {\displaystyle P_{k}} sind baryzentrische Koordinaten nĂŒtzlich.
Ist K {\displaystyle K} ein Dreieck mit den Ecken p 1 , p 2 , p 3 {\displaystyle p^{1},p^{2},p^{3}} , dann sind die baryzentrischen Koordinaten λ λ 1 , λ λ 2 , λ λ 3 {\displaystyle \lambda _{1},\lambda _{2},\lambda _{3}} eindeutig durch die beiden Gleichungen λ λ 1 + λ λ 2 + λ λ 3 = 1 {\displaystyle \lambda _{1}+\lambda _{2}+\lambda _{3}=1} und
x = â â i = 1 3 λ λ i p i {\displaystyle x=\sum _{i=1}^{3}\lambda _{i}p^{i}}
den Punkten x â â K ÂŻ ÂŻ {\displaystyle x\in {\overline {K}}} zugeordnet. Die Ecke p 1 {\displaystyle p^{1}} z. B. besitzt die baryzentrischen Koordinaten ( 1 , 0 , 0 ) {\displaystyle (1,0,0)} , der Schwerpunkt des Dreiecks die Koordinaten ( 1 / 3 , 1 / 3 , 1 / 3 ) {\displaystyle (1/3,1/3,1/3)} .
FĂŒr das konforme P 1 {\displaystyle P_{1}} -Element sind nun lokale Basisfunktionen leicht angebbar, diese sind λ λ 1 , λ λ 2 , λ λ 3 {\displaystyle \lambda _{1},\lambda _{2},\lambda _{3}} und es gilt mit der Kronecker-Delta Funktion ÎŽ ÎŽ {\displaystyle \delta }
λ λ i ( p j ) = Ύ Ύ i j {\displaystyle \lambda _{i}(p^{j})=\delta _{ij}} .
Als NĂ€chstes wird die Frage beantwortet, in welchen Punkten eines Dreiecks man die Funktionswerte fĂŒr das P 2 {\displaystyle P_{2}} -Element und das P 3 {\displaystyle P_{3}} -Element vorschreibt. Die Menge der quadratischen Funktionen besitzt die Dimension 6. Deshalb wĂ€hlt man die drei Eckpunkte und die drei Seitenmitten, diese besitzen die baryzentrischen Koordinaten ( 1 / 2 , 0 , 0 ) {\displaystyle (1/2,0,0)} , ( 0 , 1 / 2 , 0 ) {\displaystyle (0,1/2,0)} und ( 0 , 0 , 1 / 2 ) {\displaystyle (0,0,1/2)} . Die Menge der kubischen Polynome besitzt die Dimension 10. Die Menge der Vorgabepunkte fĂŒr die Funktionswerte fĂŒr das P 3 {\displaystyle P_{3}} -Element sind die drei Ecken, die zwei Punkte auf jeder Kante, die die Kante in drei gleiche Teile zerlegen und der Schwerpunkt des Dreiecks.
Die lokalen Basisfunktionen fĂŒr das P 2 {\displaystyle P_{2}} -Element sind
λ λ 1 ( 2 λ λ 1 â â 1 ) , λ λ 2 ( 2 λ λ 2 â â 1 ) , λ λ 3 ( 2 λ λ 3 â â 1 ) , λ λ 1 λ λ 2 , λ λ 1 λ λ 3 , λ λ 2 λ λ 3 . {\displaystyle \lambda _{1}(2\lambda _{1}-1),\lambda _{2}(2\lambda _{2}-1),\lambda _{3}(2\lambda _{3}-1),\lambda _{1}\lambda _{2},\lambda _{1}\lambda _{3},\lambda _{2}\lambda _{3}.}
Jede der lokalen Basisfunktionen besitzt folgende Eigenschaft: sie ist gleich Eins in genau einem der 6 Vorgabepunkte und gleich Null in den anderen fĂŒnf. Analog konstruiert man eine lokale Basis fĂŒr P 3 {\displaystyle P_{3}} -Elemente.
Sei q {\displaystyle q} einer der Vorgabepunkte bei einem P k {\displaystyle P_{k}} - Finite-Elemente-Raum. Dann besitzt eine globale Ansatzfunktion die folgende Eigenschaft: sie ist gleich Eins im Punkt q {\displaystyle q} und gleich Null in allen anderen Vorgabepunkten. Dies impliziert, dass der TrÀger einer globalen Ansatzfunktion (der Bereich, in dem die Ansatzfunktion ungleich Null ist) nur aus wenigen Dreiecken der Zerlegung besteht! Damit entstehen in der Koeffizientenmatrix des Gleichungssystems, das mittels der FEM erzeugt wird, viele Nullen, die Matrix ist schwach besetzt. Dies ist ein Vorteil von Splines als Ansatzfunktionen beim Galerkin-Verfahren.
Bei sogenannten affinen Familien von finiten Elementen, und dazu gehören die P k {\displaystyle P_{k}} -Elemente, werden die globalen Ansatzfunktionen zur Erzeugung des diskreten Problems (Gleichungssystem) dadurch nicht benötigt, dass man jedes Element durch eine lineare Abbildung auf ein Referenzelement abbildet (dadurch werden auch die Ansatzfunktionen und Vorgabewerte auf K {\displaystyle K} auf ebensolche auf dem Referenzelement abgebildet). Dies wird im Folgenden fĂŒr lineare Elemente demonstriert.
Die Erzeugung des diskreten Problems durch elementweises Herangehen und Transformation
Betrachtet wird exemplarisch das obige Poissonproblem mit c = 0 {\displaystyle c=0} und ihre FEM-Diskretisierung mit linearen finiten Elementen. Es sei
u h = â â j = 1 N c j Ï Ï j {\displaystyle u_{h}=\sum _{j=1}^{N}c_{j}\phi _{j}}
mit den globalen nodalen Ansatzfunktionen, die genau in einem der inneren Eckpunkte der Triangulation gleich Eins sind, in allen anderen Eckpunkten, insbesondere in denen auf dem Rand des Gebietes, gleich Null. Damit erfĂŒllt der Ansatz die homogenen Randbedingungen. Ist p r {\displaystyle p^{r}} der r {\displaystyle r} -te der N {\displaystyle N} inneren Eckpunkt der Triangulation, so gilt c r = u h ( p r ) {\displaystyle c_{r}=u_{h}(p^{r})} .
Die unbekannten c j {\displaystyle c_{j}} berechnet man aus dem Gleichungssystem
A h c = f h . {\displaystyle A_{h}c=f^{h}.}
Dabei ist A h {\displaystyle A_{h}} die sogenannte Steifigkeitsmatrix mit den Elementen
a i k = ⫠⫠Ω Ω â â Ï Ï i â â Ï Ï k {\displaystyle a_{ik}=\int _{\Omega }\nabla \phi _{i}\nabla \phi _{k}}
und der rechten Seite mit f h = ( f i h ) {\displaystyle f^{h}=(f_{i}^{h})} und f i h = ⫠⫠Ω Ω f Ï Ï i {\displaystyle f_{i}^{h}=\int _{\Omega }f\phi _{i}} .
Der entscheidende Trick ist nun, dass man die Integrale ĂŒber die einzelnen Dreiecke K j {\displaystyle K_{j}} der Triangulation berechnet und dann ĂŒber alle BeitrĂ€ge der Elemente summiert, zudem nicht wirklich ĂŒber K j {\displaystyle K_{j}} integriert, sondern durch Transformation die Integration ĂŒber ein Referenzelement realisiert.
Dazu erklÀrt man zu einem Dreieck bzw. Element K j {\displaystyle K_{j}} gehörende Elementsteifigkeitsmatrizen durch
A h j = ( a i k j ) i , k â â I j {\displaystyle A_{h}^{j}=(a_{ik}^{j})_{i,k\in I_{j}}}
mit
a i k j = â« â« K j â â Ï Ï i â â Ï Ï k und I j = { i : supp âĄ âĄ Ï Ï i â© â© K j â â
â
} . {\displaystyle a_{ik}^{j}=\int _{K_{j}}\nabla \phi _{i}\nabla \phi _{k}\quad {\text{und }}I_{j}=\{i:\operatorname {supp} \phi _{i}\cap K_{j}\not =\emptyset \}.}
Analog wird durch
f j = ( f i j ) i â â I j mit f i j = â« â« K j f Ï Ï i . {\displaystyle f^{j}=(f_{i}^{j})_{i\in I_{j}}\quad {\text{mit }}f_{i}^{j}=\int _{K_{j}}f\,\phi _{i}.}
eine elementweise rechte Seite erklĂ€rt. Durch Summation ĂŒber alle K j {\displaystyle K_{j}} entsteht das final zu lösende Gleichungssystem.
In dem betrachteten Spezialfall kann man die Elementsteifigkeitsmatrizen exakt berechnen, andernfalls ist eine numerische Integration erforderlich. Es sei K {\displaystyle K} ein Element mit den Ecken p i , p k , p l {\displaystyle p^{i},p^{k},p^{l}} und z. B. p i = ( x 1 , y 1 ) {\displaystyle p^{i}=(x_{1},y_{1})} . Dann kann man K {\displaystyle K} durch die Transformation
x = x 1 + ( x 2 â â x 1 ) Ο Ο + ( x 3 â â x 1 ) η η , y = y 1 + ( y 2 â â y 1 ) Ο Ο + ( y 3 â â y 1 ) η η {\displaystyle x=x_{1}+(x_{2}-x_{1})\xi +(x_{3}-x_{1})\eta ,\quad y=y_{1}+(y_{2}-y_{1})\xi +(y_{3}-y_{1})\eta }
auf das Referenzelement mit den Ecken ( 0 , 0 ) , ( 1 , 0 ) , ( 0 , 1 ) {\displaystyle (0,0),(1,0),(0,1)} in der ( Ο Ο , η η ) {\displaystyle (\xi ,\eta )} -Ebene abbilden. Die Integrale zur Berechnung der Elementsteifigkeitsmatrix werden durch diese Transformation auf dem Referenzelement berechnet. Bei der Transformation werden aus den drei nodalen lokalen Basisfunktionen auf K {\displaystyle K} in der ( Ο Ο , η η ) {\displaystyle (\xi ,\eta )} -Ebene die Basisfunktionen
1 â â Ο Ο â â η η , Ο Ο und η η . {\displaystyle 1-\xi -\eta ,\,\,\xi {\text{ und }}\eta .}
Die Berechnung deren Ableitung nach Ο Ο {\displaystyle \xi } und η η {\displaystyle \eta } ist trivial. Die Funktionaldeterminante D {\displaystyle D} der Transformation ist
D = ( x 2 â â x 1 ) ( y 3 â â y 1 ) â â ( x 3 â â x 1 ) ( y 2 â â y 1 ) , {\displaystyle D=(x_{2}-x_{1})(y_{3}-y_{1})-(x_{3}-x_{1})(y_{2}-y_{1}),}
der Betrag von D {\displaystyle D} ist gleich dem doppelten FlĂ€cheninhalt von K {\displaystyle K} . Letztlich muss man noch die Ableitungen nach x {\displaystyle x} und y {\displaystyle y} in Ableitungen nach Ο Ο {\displaystyle \xi } und η η {\displaystyle \eta } umrechnen. Es gilt
D â â â â x = ( y 3 â â y 1 ) â â â â Ο Ο + ( y 1 â â y 2 ) â â â â η η und D â â â â y = ( x 1 â â x 3 ) â â â â Ο Ο + ( x 1 â â x 2 ) â â â â η η . {\displaystyle D\,{\frac {\partial }{\partial x}}=(y_{3}-y_{1}){\frac {\partial }{\partial \xi }}+(y_{1}-y_{2}){\frac {\partial }{\partial \eta }}\quad {\text{und }}D\,{\frac {\partial }{\partial y}}=(x_{1}-x_{3}){\frac {\partial }{\partial \xi }}+(x_{1}-x_{2}){\frac {\partial }{\partial \eta }}.}
Insgesamt erhĂ€lt man dann z. B. fĂŒr die erste Zeile der Elementsteifigkeitsmatrix
a 11 = 1 2 | D | [ ( y 2 â â y 3 ) 2 + ( x 3 â â x 2 ) 2 ] , a 12 = 1 2 | D | [ ( y 2 â â y 3 ) ( y 3 â â y 1 ) + ( x 3 â â x 2 ) ( x 1 â â x 3 ) ] a 13 = 1 2 | D | [ ( y 2 â â y 3 ) ( y 1 â â y 2 ) + ( x 3 â â x 2 ) ( x 2 â â x 1 ) ] . {\displaystyle a_{11}={\frac {1}{2|D|}}[(y_{2}-y_{3})^{2}+(x_{3}-x_{2})^{2}],\,\,a_{12}={\frac {1}{2|D|}}[(y_{2}-y_{3})(y_{3}-y_{1})+(x_{3}-x_{2})(x_{1}-x_{3})]\,\,a_{13}={\frac {1}{2|D|}}[(y_{2}-y_{3})(y_{1}-y_{2})+(x_{3}-x_{2})(x_{2}-x_{1})].}
ZurĂŒckkehrend zu der Bezeichnung K j {\displaystyle K_{j}} mit den Ecken p i = ( x i , y i ) {\displaystyle p^{i}=(x_{i},y_{i})} , p k = ( x k , y k ) {\displaystyle p^{k}=(x_{k},y_{k})} und p l = ( x l , y l ) {\displaystyle p^{l}=(x_{l},y_{l})} ergibt sich fĂŒr die Elementsteifigkeitsmatrix mit i â k {\displaystyle i\not =k}
a i k j = 1 2 | D j | [ ( y l â â y k ) ( y i â â y l ) + ( x l â â x k ) ( x i â â x l ) ] {\displaystyle a_{ik}^{j}={\frac {1}{2|D_{j}|}}[(y_{l}-y_{k})(y_{i}-y_{l})+(x_{l}-x_{k})(x_{i}-x_{l})]}
und fĂŒr die Diagonalelemente
a i i j = 1 2 | D j | [ ( y k â â y l ) 2 + ( x k â â x l ) 2 ] . {\displaystyle a_{ii}^{j}={\frac {1}{2|D_{j}|}}[(y_{k}-y_{l})^{2}+(x_{k}-x_{l})^{2}].}
Zur Lösung des diskreten Problems
Die Diskretisierung eines linearen Randwertproblems mit der FEM fĂŒhrt auf ein lineares Gleichungssystem groĂer Dimension.
Bei nicht zu groĂer Dimension löst man lineare Gleichungssysteme mit einem direkten Verfahren, Standard ist ein GauĂsches Eliminationsverfahren und seine Varianten. Bei extrem groĂer Dimension greift man zu einem iterativen Verfahren. Zu den sogenannten Krylow-Unterraum-Verfahren gehören das bekannte konjugierte Gradientenverfahren fĂŒr symmetrische Probleme und GMRES fĂŒr nichtsymmetrische Systeme, beide Verfahren werden oft mit Vorkonditionierung genutzt. Da bei der Methode der finiten Elemente durch die notwendige Gitterverfeinerung zur Erreichung der gewĂŒnschten Genauigkeit ohnehin mehrere Gitter verwendet werden, bieten sich Mehrgitterverfahren zur Lösung der diskreten Probleme an.
FehlerabschÀtzung
Ăblich sind FehlerabschĂ€tzungen fĂŒr die Finite-Element-Methode im Fall elliptischer Randwertaufgaben zweiter Ordnung in der H 1 {\displaystyle H^{1}} -Norm, dabei werden Methoden der Funktionalanalysis angewandt.
Ein typisches Ergebnis wird nun skizziert. Die verwendete H 1 {\displaystyle H^{1}} -Norm ist definiert durch
| | v | | H 1 ( Ω Ω ) := ( ⫠⫠Ω Ω ( â â v ) 2 + ⫠⫠Ω Ω v 2 ) 1 / 2 . {\displaystyle ||v||_{H^{1}(\Omega )}:=\left(\int _{\Omega }(\nabla v)^{2}+\int _{\Omega }v^{2}\right)^{1/2}.}
Betrachtet werden lineare finite Elemente, ein polygonales Gebiet Ω Ω {\displaystyle \Omega } und eine zulĂ€ssige Zerlegung in Dreiecke. Es sei h K {\displaystyle h_{K}} die lĂ€ngste Seite eines Dreiecks K {\displaystyle K} und h = max K h K {\displaystyle h=\max _{K}h_{K}} . Dann erhĂ€lt man unter gewissen Voraussetzungen an die der elliptischen Randwertaufgabe zugeordneten Bilinearform und fĂŒr u â â H 2 ( Ω Ω ) {\displaystyle u\in H^{2}(\Omega )} die FehlerabschĂ€tzung
| | u â â u h | | H 1 ( Ω Ω ) ††C h , {\displaystyle ||u-u_{h}||_{H^{1}(\Omega )}\leq C\,h\,,}
wenn zudem die Dreieckszerlegung z. B. der Minimalwinkelbedingung genĂŒgt. Das bedeutet: der minimale Innenwinkel aller Dreiecke auf der Familie der betrachteten Zerlegungen ist (auch bei Verfeinerung der Zerlegung) nach unten beschrĂ€nkt, zu spitz dĂŒrfen also Dreiecke bei der Minimalwinkelbedingung nicht werden. Hingewiesen sei darauf, dass fĂŒr konvexe Gebiete die Voraussetzung u â â H 2 ( Ω Ω ) {\displaystyle u\in H^{2}(\Omega )} realistisch ist, fĂŒr Gebiete mit einspringenden Ecken dagegen nicht.
FĂŒr P k {\displaystyle P_{k}} -Elemente hofft man auf eine höhere Fehlerordnung, d. h.
|
|
u
â
u
h
|
|
H
1
(
Ω
)
â€
C
h
k
.
{\displaystyle ||u-u_{h}||_{H^{1}(\Omega )}\leq C\,h^{k}\,.}
Dies ist aber nur zu erwarten, wenn die Lösung der gegebenen Randwertaufgabe zusÀtzliche Glattheit aufweist.
Erweiterungen der Finite-Elemente-Methode
Gemischte finite Elemente nutzt man vorwiegend bei Problemen mit Nebenbedingungen, z. B. bei der Divergenzfreiheit im Stokes-Problem. Nichtkonforme finite Elemente spielen z. B. bei Problemen 4. Ordnung wie der Plattengleichung eine Rolle, wenn man dieselben Elemente wie fĂŒr Gleichungen 2. Ordnung verwenden will. Die diskontinuierliche Galerkin-Methode ist ein sehr variables Werkzeug zur Anwendung unstetiger Elemente.
Stabilisierte Finite-Element-Methoden wie die Stromliniendiffusion-Finite-Element-Methode benötigt man fĂŒr Probleme mit dominanter Konvektion. Besitzt man Informationen ĂŒber existierende Grenzschichten (s. auch SingulĂ€re Störungen), kann man zudem Grenzschichtangepasste Gitter einsetzen.
Literatur
⹠Martin Mayr, Ulrich Thalhofer: Numerische Lösungsverfahren in der Praxis: FEM-BEM-FDM. Hanser, 1993, ISBN 3-446-17061-8, S. 312.
âą J. N. Reddy: Energy Principles And Variational Methods In Applied Mechanics. 2. Auflage. John Wiley & Sons, 2002, ISBN 0-471-17985-X.
âą D. Braess: Finite Elemente â Theorie, schnelle Löser und Anwendungen in der ElastizitĂ€tstheorie. 4. Auflage. Springer, 2007, ISBN 978-3-540-72449-0.
âą GĂŒnter MĂŒller (Hrsg.): FEM fĂŒr Praktiker. 4 BĂ€nde. Expert Verlag, Renningen.
âą Band 1: Grundlagen: Basiswissen und Arbeitsbeispiele zu FEMAnwendungen. 2007, ISBN 978-3-8169-2685-6.
âą Band 2: Strukturdynamik. 2008, ISBN 978-3-8169-2842-3.
âą Band 3: Temperaturfelder. 2007, ISBN 978-3-8169-2714-3.
âą Band 4: Elektrotechnik. 2009, ISBN 978-3-8169-2841-6.
âą Klaus-JĂŒrgen Bathe: Finite-Elemente-Methoden. 2. Auflage. Springer-Verlag, 2002, ISBN 3-540-66806-3.
âą W. E. Gawehn: Finite Elemente Methode. BOD Book on Demand, 2009, ISBN 978-3-8370-2497-5 (FEM-Grundlagen zur Statik und Dynamik).
âą H. Goering, Hans-G. Roos, L. Tobiska: Die Finite-Elemente-Methode fĂŒr AnfĂ€nger. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-40964-8.
âą C. GroĂmann, Hans-G. Roos: Numerische Behandlung partieller Differentialgleichungen. Teubner, 2005, ISBN 3-519-22089-X.
âą Manfred Hahn, Michael Reck: Kompaktkurs Finite Elemente fĂŒr Einsteiger, Theorie und Beispiele zur Approximation linearer Feldprobleme. Springer Vieweg, 2021, ISBN 978-3-658-33411-6, S. 325.
âą Frank Rieg, Reinhard Hackenschmidt, Bettina Alber-Laukant: Finite Elemente Analyse fĂŒr Ingenieure: Eine leicht verstĂ€ndliche EinfĂŒhrung. Hanser Fachbuchverlag, 2012, ISBN 978-3-446-42776-1 (Anwendung der FEM in den Ingenieurwissenschaften).
⹠René de Borst, Mike Crisfield, Joris Remmers, Clemens Verhoosel: Nichtlineare Finite-Elemente-Analyse von Festkörpern und Strukturen. Wiley-VCH, 2014, ISBN 978-3-527-33660-9.
âą Karl-Eugen Kurrer: The History of the Theory of Structures. Searching for Equilibrium. Ernst und Sohn, 2018, ISBN 978-3-433-03229-9, S. 881â914.
Weblinks
Commons
: Finite-Elemente-Methode
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Dr.-Ing. Ulrich Simon: Numerische Methoden in der Biomechanik
âą Numerische Methoden (Vorlesung und Praktikum, Skript) (Memento vom 20. Oktober 2018 im Internet Archive)
âą F.U. Mathiak: Die Methode der finiten Elemente (FEM). (Memento vom 26. November 2019 im Internet Archive) [PDF; 3,86 MB].
Einzelnachweise
cite-note-11. â Karl Schellbach: Probleme der Variationsrechnung. In: Journal fĂŒr die reine und Angewandte Mathematik. Band 41, Nr. 4, 1852, S. 293â363.
cite-note-22. â Ernst Gustav Kirsch: Die Fundamentalgleichungen der Theorie der ElastizitĂ€t fester Körper, hergeleitet aus der Betrachtung eines Systems von Punkten, welche durch elastische Streben verbunden sind. In: Zeitschrift des Vereines Deutscher Ingenieure, Band 7 (1868), Heft 8.
cite-note-33. â John William Strutt: On the theory of resonance. In: Philosophical Transactions of the Royal Society of London. Band 161, 1871, S. 77â118.
cite-note-44. â Walter Ritz: Ăber eine neue Methode zur Lösung gewisser Variationsprobleme der mathematischen Physik. In: Journal fĂŒr die reine und angewandte Mathematik. Band 135, 1909, S. 1â61.
cite-note-55. â Christoph Haderer: Extension and Parameter Studies of a 1-D Stochastic Finite Element Code with Random Fields. Engineering Risk Analysis Group. TU MĂŒnchen, 2017.
cite-note-66. â David Roylance: Finite Element Analysis. (PDF; 348 kB), abgerufen am 10. Mai 2017.